MEHRgenerationenHAUS

Wunsch der Bauherren war ein generationenübergreifendes Wohnen. Die denkmalgeschützte Fachwerkscheune mit reizvollem Grundstück bot dafür ausreichend Platz. Somit wurde die historische Bausubstanz saniert, modernisiert und mit einem Anbau ergänzt, der nun Wohnmittelpunkt ist.

Gibt sich das Gebäude zur Straße geschlossen, so öffnet es sich mit großen Glasflächen zum Süden, wo ein Bachlauf das Grundstück begrenzt. Aufgrund der gewässernahen Lage wurde der Neubau von dem gewachsenen Boden angehoben und  wirkt somit schwebend. Die avantgardistische Gestalt folgt zum einen den notwendigen Funktionen, zum anderen ist er nach dem Sonneneinfallswinkel konzipiert. Das auskragende Dach der Wohnterrasse steuert die Besonnung entsprechend dem Lauf der Jahreszeiten. Der offene Wohn-/ Ess-/ und Kochbereich mit seinen großen Glasflächen zum Süden macht die Räume hell und profitiert von solaren Energiegewinnen.  Als verbindendes Element gelangt man durch den Zwischenbau in das Bestandgebäude. Hier eröffnet sich hinter dem eigentlichen Haupteingang, das geschossübergreifende Foyer, in dem Eltern- und Kindertrakt durch eine Brücke verbunden sind.


Erweiterungs-Neubau
Der Neubau wurde mittels vorgefertigter Holzbauelemente innerhalb eines Tages vor Ort zusammengesetzt. In naturbelassenem Lärchenholz wurde die Fassade des Altbaus verkleidet und wärmegedämmt. Auch im Innenbereich wurde auf natürliche Baumaterialien gesetzt. So finden sich u.a. im gesamten Gebäude geöltes Eiche-Parkett. Das Foyer ist, anlehnend an das Sichtfachwerk mit Sandsteinsockel und freigelegten Deckenbalken, mit einem Sichtestrich-Fußboden und Stahltreppe ausgestattet.  Aufgrund der hocheffizienten Wärmedämmung, die 30 % unter den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (ENEV) liegt, kann auf fossile Brennstoffe verzichtet werden. Eine moderne Wärmepumpe in Verbindung mit Fußbodenheizung versorgt das Mehrgenerationenhaus. Hightech und Lowtech, eine Mischung  aus historischer Bausubstanz und zeitgenössischer Architektur bilden ein geschlossenes Konzept.

Projektdaten

  • Standort
    Niedersachsen
  • Typ
    Mehrgenerationen
  • Denkmal
    ja
  • Zeitraum
    2012
  • Art
    Umbau / Modernisierung
  • Nutzfläche
    278 m²
  • Veröffentlichung
    TDA
  • Leistungen
    Leistungsphasen 1-8 nach HOAI

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